Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter

[21.10.18, Detlef Apel] Mit dem BSV Roleber wartete am letzten Sonntag ein bekannt starker Gegner auf unsere junge Damen-Mannschaft. Zählt diese Mannschaft doch zu den erfahrenen und sehr erfolgreichen Mannschaften und gehört sicherlich zu den Aufstiegsaspiranten. Auf den gut gefüllten Zuschauerrängen hatten sich auch ein paar Kiebitze eingeschlichen. Zum einen die Damen-Mannschaft aus Rheindorf, die die Gelegenheit zur Beobachtung unserer Mannschaft als nächsten Gegner nutzen wollte. Zum anderen zwei Gäste aus Oberkassel, die die Gelegenheit zum freundschaftichen Austatusch mit uns nicht verpassen wollten.  Aufgrund der Herbstferien stellte sich unser junges Team fast selber auf. Glücklicherweise waren die Neuzugänge aus den zurückgezogenen Mannschaft aus Flerzheim und Flamersheim gerade noch rechtzeitig spielberechtigt. So stand dem Spielbeginn bei den letzten Sonnenstrahlen eines Spätsommertages nichts im Wege.  
 
In den ersten vier Minuten spielten unsere Damen furios auf. Sie kombinierten sich furchtlos durch ihre Gegenspielerinnen und machten mächtig Tempo. Der große Favorit aus Roleber zeigte sich davon zunächst überrascht, kam aber langsam in Fahrt und gewann zunehmend die Oberhand. Die erste Torchance konnten wir uns aber noch erarbeiten, doch der Abschluss nach einem schön vorgetragenen Angriff über Rechts war am Ende sichere Beute für die Torhüterin (10. Min.). Nur eine Minute später die nächste Aufregung vor dem Tor von Roleber, ein hoch in den Strafraum geschlagener Ball verspringt unserer Stürmerin und wieder ist die Torhüterin erste Siegerin. 
Direkt im Anschluss fasste sich zum ersten Mal eine Stürmerin der Heimmannschaft ein Herz, der stramme Schuss knallte an die Latte. Diese Riesenchance und die zunehmende Kombinationssicherheit von Roleber zeigten Wirkung. Unsere Damen verloren ihre Unbekümmertheit und Ruhe, ihre Spielweise wurde hektischer und häufig wurden die Bälle nur noch blind nach vorne geschlagen. Die Bonner bestimmten ab diesem Zeitpunkt deutlich das Spiel.
 
Folgerichtig fiel in der 18. Minute das 1:0 aus einer Standardsituation, ein harter Freistoß von Nika Daiber aus 25 Metern segelte über die gesamte Mauer hinweg ins obere, linke Toreck. Nach diesem Tor verstärkten die Damen aus Roleber den Druck und drängten vehement auf das zweite Tor. Dieser Druck zeigte nur sieben Minuten später Erfolg. Die Bonner Stürmerin wurde auf der linke Seite mit einem Pass in die Tiefe steil in den Sechzehner geschickt. Unsere Torhüterin entschied sich zunächst für das Herauslaufen, ging dann aber doch Richtung Torlinie zurück. So kam die Spielerin Hannah Mütschenich relativ unbedrängt zum Abschluss und ließ unserer Torhüterin mit einem Schlenzer ins lange Eck nicht die Spur einer Chance.  In der 40. Minute hatte die unsere Torhüterin dann schon wieder Pech, nach einem Rückpass sprang der Ball von ihrem Bein direkt vor die Füße der überraschten Spielerin Alexandra Serrano Mundorf aus Roleber. Diese ließ sch diese Chance nicht entgehen und versenkte die Kugel zur 3:0 Halbzeitführung im Netz. 
In der Halbzeitpause wurde unter unseren mitgereisten Zuschauern gerätselt, warum sich unsere Damen nach dem guten Beginn so schnell das Butter vom Brot nehmen ließen. Apropos Butter, die Zuschauer rätselten in der Pause auch, warum bei zunehmender Kälte in der Cafeteria trotz umfangreichen Angebots kein warmes Essen verfügbar war. Auflösung: der für Würstchen Verantwortliche war in den Ferien. :-( 
Unser Trainer Frank Siegmund versuchte in der Pause seine Damen neu zu motivieren, denn selbst mit drei Toren Rückstand war das Spiel noch nicht verloren. Dabei schien er die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft startete ähnlich furios wie zu Beginn in die zweite Spielhälfte.
 
Schon eine Minute nach Wiederanpfiff hatte unsere Mannschaft die erste Chance, der Ball konnte gerade noch zur Ecke geklärt werden. Der Eckball kam scharf in den Fünfer, wo Alina Schmitz die Kugel artistisch über die Linie drückte. Das erste Tor im ersten Spiel für die ehemalige Spielerin aus Flerzheim. Neben den Zuschauern rieben sich auch die Damen aus Roleber verwundert die Augen. Nachdem sie das Spiel in der ersten Hälfte sicher beherrscht hatten, übernahmen unsere Damen in der zweiten die Regie. Zunehmend wurden die Kombinationen sicherer, statt langer Bälle wurden die Angriffe nun überlegter nach vorne gespielt.
 
Daraus entsprangen eine Reihe an Torchancen, die aber schlussendlich entweder pariert wurden oder die Bälle knapp am Tor vorbei gingen. Die Heimmannschaft konnte sich nur noch zweimal in Szene setzen. In der 58. Minute wurde eine Doppelchance von der unserer Torhüterin bravourös vereitelt, nur zwei Minute später rettete wiederum die Querlatte für unsere schon geschlagene Torhüterin. 
Unser Team stand in der zweiten Hälfte ständig kurz vor dem Anschlusstreffer, der vielleicht noch zu einem Punktgewinn geführt hätte. Es blieb aber bis zum Schluss beim 3:1. So konnten sich unsere Damen nur damit trösten, dass sie zumindest die zweite Hälfte gewonnen hatten. Mit einer ähnlich couragierten Leistung wie in der zweiten Hälfte hätte die Vorentscheidung in Hälfte1 sicherlich verhindert werden können. Aber auch diese Erfahrung wird unsere junge Mannschaft reifer machen, das Hauptziel für diese erste Saison bei den Seniorinnen.
 
Es spielten: Sophia Bald (TW), Leonie Lasch, Nina Breitkopf, Zoé Kolster, Nele Blißenbach, Lisa Offergeld, Leonie Schmitz, Alina Schmitz, Christa-Hanna Bröckelmann, Leila von Rotberg (C), Fatma Özay, Johanna Langtim, Leandra Apel, Meike Voosen, Esther Hutflies, Carolin Drossé

Bescheidenes Spiel unter Freunden

[14.10.18, Detlef Apel] Am Sonntag trafen unsere Damen bei strahlendem Spätsommerwetter auf die befreundete Mannschaft des Oberkasseler FV 2. Trotz Oktober waren die Temperaturen so hoch, dass der souverän leitende Schiedsrichter wie im Hochsommer zwei Trinkpausen verordnete. 
 
Beide Mannschaften gingen mit unterschiedlichen Vorzeichen in dieses Spiel. Wir mussten aufgrund der Herbstferien auf viele unserer jungen Spielerinnen verzichten, sind mit einem Platz im Mittelfeld aber schon gut in die Saison gestartet. Die Gäste hatten es hingegen deutlich schwieriger in den vorigen Spielen und konnten bisher noch keine Punkte sammeln.
Unsere Damen starteten furios in das Spiel und gingen schon in der 1. Minute in Führung. Nach einem schönen, schnell nach vorne getragenen Angriff über rechts versenkte Leonie Schmitz den Ball cool im Netz. Obwohl unsere Mannschaft in der Anfangsphase den Gegner beherrschte, war trotzdem Sand im Getriebe. Das Spiel ohne Ball und die Passgenauigkeit ließen zu wünschen übrig, zudem sprangen die Bälle schon bei der Ballannahme zu weit vom Fuß. So dauerte es bis zur 13. Minute, bis wir wieder gefährlich vor das gegnerische Tor kamen. Die Oberkasseler Torfrau konnte den Ball aber gerade noch zur Seite abklatschen.  
Spätestens ab der 23. Minute kamen dann auch die Gäste besser ins Spiel, ein steil in den Strafraum gespielter Ball konnte unsere Torhüterin aber gerade noch unter sich begraben. Die nächste Chance entsprang dann wieder auf der anderen Seite, aber auch hier konnte die Torfrau den Ball in letzter Sekunde noch zur Ecke lenken.  Aus einer Standardsituation gingen unsere Damen in der 30. Minute mit 2:0 in Führung. Ein scharf getretener Freistoß kurz vor der linken Ecke des Sechzehners segelte über die Mauer unhaltbar in die linke, obere Ecke des Tors. Nur fünf Minuten später hatte die Gästetorfrau mehr Erfolg, als unsere Stürmerin sich allein bis kurz vor das Tor durchsetzen und sie mit letztem Einsatz gerade noch klären konnte. 
 
Mit zunehmender Spielzeit konnten die Gäste mit ihren robusten Spielerinnen unserer jungen Mannschaft zunehmend den Schneid abkaufen. Folgerichtig fiel kurz vor der Pause der Anschlusstreffer zum 2:1, als sich die Oberkasseler Spielerin clever von ihrer Gegenspielerin davon stahl und mit einem harten Schuss unter die Torlatte unserer Torhüterin nicht die Spur einer Chance ließ.    
Nach der Pause erhöhten die Oberkasseler Damen weiter den Druck, schon in der 49. Minute hatten sie die nächste Großchance und setzen uns gehörig unter Druck. Mit lang aus der Abwehr geschlagenen Befreiungsschlägen in die Spitze versuchten die Gäste, ihren robusten und cleveren Angreiferinnen Chancen zu eröffnen. Nur drei Minuten später fiel so der Ausgleichstreffer zum 2:2. Der Ball wurde wieder zentral nach vorne durchgesteckt, die Angreiferin düpierte ihre Gegenspielerin und versenkte den Ball im Netz. In der Schlussminute hatten wir sogar noch Glück, zumindest einen Punkt aus diesem zerfahrenen Spiel zu retten. Der letzte Schuss von Oberkassel sprang vom Innenpfosten wieder zurück ins Spiel und konnte gerade noch geklärt werden. 
 
Fazit: Nette Gespräche mit den netten Zuschauern der Gäste, super Sonnenschein, ein bescheidenes Spiel und am Ende kein Verlierer - was will man mehr? 
 
 
Es spielten: Sophia Bald (TW), Leonie Lasch, Lisa Weber (C), Nina Breitkopf, Zoé Kolster, Leonie Alina Jürgensen, Nele Blißenbach, Lisa Offergeld, Lilly-Belle Obersteg, Leonie Schmitz, Christa-Hanna Bröckelmann, Leila von Rotberg, Fatma Özay, Johanna Langtim

Mantel des Schweigens: Am Ende bleiben drei Punkte

Vor dem Schlusspfiff zum 2:0 Sieg unserer Damen gegen SV SW Merzbach liegt ein denk- und merkwürdiges Spiel

 
(26.8.18, Detlef Apel) Am Sonntag begann nach einer langen und anstrengenden  Vorbereitungsphase für unsere frisch aufgestellte Damenmannschaft endlich die neue Saison. Für unsere Mannschaft war es das erste Pflichtspiel nach vielen Umbrüchen. Die Basis des Teams stellen die letztjährigen B-Juniorinnen, die jetzt zum ersten Mal Luft bei den Seniorinnen schnuppern. Und das mit einem neuen, erfahrenen Trainer, der in seiner Laufbahn schon sehr viel höherklassigere Mannschaften erfolgreich trainiert hat. In der Sommerpause wurden zudem mehrere neue Spielerinnen aus der ehemaligen Damenmannschaft des VfR Flamersheim integriert, die mit ihrer Erfahrung den sehr jungen Spielerinnen Halt und Stabilität geben sollen.    
 
Trotz dieser positiven Grundstimmung vor dem Spiel fiel es dem Autor dieses Berichts auch nach Tagen immer noch schwer, einen relativ unvoreingenommenen und den Facebook-Regeln entsprechenden Spielbericht zu schreiben. Über die meisten unangenehmen Vorkommnisse wird deshalb hier lieber der Mantel des Schweigens gebreitet. Insbesondere über die Leistungen des Schiedsrichters, der nach Ansicht des Autors mit seinem Verhalten wesentlich zu diesen Vorkommnissen beigetragen hatte. 
Aber nun zurück zum Wichtigsten - dem Spiel. Leider konnten die Gäste aus Merzbach nur mit elf Spielerinnen antreten, was sich später auch aufgrund der sommerlichen Temperaturen noch als Nachteil erweisen sollte. Unsere Damen schnürten die Gäste von Beginn an in deren eigenen Hälfte ein und versuchten Druck aufzubauen. Schon in der 7. Spielminute ergab sich deshalb die erste Torchance für uns, die aber ungenutzt blieb. Nur drei Minuten später erspielte sich unser Team die nächste große Möglichkeit, der Schuss der schön angespielten und frei stehenden Spielerin Leonie Schmitz ging aber links am langen Pfosten vorbei. In der 13. Minute hielten die für ein Damenspiel überraschend vielen Zuschauer (ca. 50) wieder den Atem an.
 
Unsere Stürmerin setzte sich wieder schön über die linke Seite durch und konnte so unbedrängt im Sechzehner zum Schuss kommen. Dieser ging aber knapp am Tor vorbei. Hier zeigte sich wieder einmal die bekannte Abschlussschwäche unserer Mannschaft, die beim Torabschluss häufig zu hektisch agierte. Danach versandete das Spiel zusehenst, unser Team war zwar immer doch dominierend und ließ nur wenige Konter zu, aber es fehlte zunehmend an der Pass- und Treffgenauigkeit. So ging zu oft der Ball leicht verloren, so dass das Spiel immer wieder neu aufgebaut werden musste. So dauerte es bis kurz vor der Pause, bis wir uns die nächste erwähnenswerte Großchance erarbeitete. Nach einem schönen Angriff über Links ging der Schuss Richtung kurze Ecke knapp links am Pfosten vorbei. 
Die verdiente Pause nutzte unser Trainer Frank Siegmund, um seine Damen neu anzutreiben und eine aktivere Spielweise zu fordern. Leider verflachte das Spiel nach der Pause, ohne dass die Gäste aus Merzbach diese Gelegenheit nutzen zu konnten. Das englische Konzept mit langen, hohen blind nach vorne geschlagenen Bällen zeigte keinen Erfolg, so dass unsere Hintermannschaft nur selten in Bedrängnis geriet. Zudem zeigten die Merzbacher Spielerinnen aufgrund der fehlenden Auswechselspielerinnen deutliche Abnutzungserscheinigung, zudem verletzten sich einige Spielerinnen und konnten den Platz trotzdem nicht verlassen.    
 
So dauerte es wieder bis zur 57. Minute, bevor die Heimzuschauer wieder den Torschrei auf der Zunge hatten. Nach einer schönen Einzelaktion wurde aber am Ende der Winkel zu spitz, so dass der Ball knapp links am kurzen Pfosten vorbei ging. So stellten sich alle Beteiligten schon auf ein torloses Remis ein, als es am Ende doch noch einmal hektisch wurde. Nach einem Foul entschied der Schiedsrichter in der rekordverdächtigen Nachspielzeit von 15 Minuten auf indirekten Freistoß für uns. Die eingewechselte Mara Siegmund legte sich den Ball links vorm Tor kurz vor dem Sechzehner zurecht. Die Merzbacherinnen rechneten mit einer Flanke in die Mitte und verzichteten somit auf eine Mauer, was nicht nur den Schiedsrichter irritierte. Diese Chance ließ sich unsere Stürmerin nicht nehmen und versenkte den Ball nach kurzem Zuspiel mit einem strammen Schuss unter die Latte zum erlösenden 1:0 im Netz. Danach war die Freude bei unseren Spielerinnen riesengroß und Mara ging mit dem ersten Tor einer Damenmannschaft des 1. FC Rheinbach seit vielen Jahren in die Vereinsgeschichte ein. Nur ein paar Minuten später war dann der Drops gelutscht, Lilly-Belle Obersteg erlief sich auf der rechten Seite einen steil gespielten Ball, stürmte beherzt in den Strafraum und schob den Ball cool flach an der Torhüterin vorbei ins lange Eck. Kurz danach war dann Schluss, die Freude unsere siegreichen Damen nach diesem Last-Minute-Sieg war danach kaum zu bändigen.
 
Es spielten: Sophia Bald (TW), Leandra Apel, Nina Schreiter, Leonie Lasch, Lisa Weber (C), Nina Breitkopf, Carolin Drossé, Zoé Kolster, Leonie Alina Jürgensen, Nele Blißenbach, Angelique Klein Günnewick, Lisa Offergeld, Mara Ines Siegmund, Lilly-Belle Obersteg, Leonie Schmitz

Intensives Training trägt langsam Früchte

[5.8.18, Detlef Apel] Trotz der anhaltenden Hitzeperiode ließ es sich unsere neu formierte Damenmannschaft nicht nehmen, gegen SV Rot-Weiß Hütte aus Troisdorf die Umsetzung der Trainingsinhalte in einem Testspiel unter Beweis zu stellen. Die Sonne hielt sich am Vormiittag noch etwas zurück, so dass ein Spiel mit Trinkpausen zumindest möglich war. Der tolle und anscheinend recht neue Kunstrasen hatte hingegen die Hitzewelle nicht so gut verkraftet und klebte fest zwischen den Stollen, so dass eine akribische Reinigung der Schuhe nach dem Spiel nötig und der Platz von Kunstrasenfetzen übersät war. 
 
Im Gegensatz zum ersten Testspiel gegen Oberwinter/Kripp war diesmal bei unserem Team der Mannschaftsteil Abwehr überwiegend vorhanden, dafür fehlte es im Angriff. So ist das eben in den Ferien, wenn die meisten Spielerinnen noch zur Schule gehen. Besonders die zuerst am Platz angekommene, jüngste Spielerin der Gäste war zudem stark beeindruckt, dass zwei Spielerinnen aus Hütte ihre Kinder mitgebracht hatten. Die Heimmannschaft guckte ebenfalls etwas konsterniert, weil sie wohl dachten, dass sie zu einem C-Juniorinnen-Team gehört.   
 
Schon in der Anfangszeit ließ sich erkennen, dass unsere Spielerinnen diesmal besser aufgestellt waren. Die Abwehr stabilisierte die restliche Mannschaft, so dass der Ball besser durch die eigenen Reihen lief. Über das gesamte Spiel unterliefen zwar immer noch zu viele einfache Fehler, die Verbesserung zum ersten Test war aber deutlich zu sehen und zu spüren.  Nachdem RW Hütte zu Beginn einige Chancen ungenutzt ließ, kamen in der 13. Minute auch unsere Damen zum ersten Mal gefährlich vor das gegnerische Tor. Im Fallen ging der Ball aber doch über das Tor. Eine faustdicke Überraschung gab es dann in der 21. Minute, als ein direkter Freistoß von der Ecke des Sechzehners über die ausgestreckten Hände der Torhüterin aus Hütte zum 0:1 ins lange Eck segelte.
 
Die größte Möglichkeit für den Ausgleich ergab sich in der 37. Minute, als durch eine kleine Unaufmerksamkeit unserer Abwehr zwei Spielerinnen frei bis zum gegnerischen Tor vordringen konnten, die Kugel aber letztlich über den Kasten setzen. Die nächste Großchance erspielte sich Hütte kurz vor der Pause. In einer Kopie des Freistoßes zum 0:1 scheiterte die Heimmannschaft aber unserer gut aufgelegten Torhüterin, die den scharf geschossenen Ball über die Latte lenken konnte.
 
Die Pause nutzte unser neuer Trainer Siegmund, der bereits seit Jahren Frauen- und Juniorinnenteams bis hin zur Regionalliga trainiert hatte, um im Schatten Verbesserungen zu erklären und die Mannschaft zu motivieren. Zudem wurde gehörig getrunken, nahm die Hitze doch von Minute zu Minute zu.  Nach der Pause nutzte RW Hütte diesmal eine weitere, kleine Unsicherheit in unserer Hintermannschaft zum verdienten Ausgleich. Die allein vor dem Tor stehende Stürmerin ließ diesmal unserer Torhüterin nicht die Spur einer Chance. Mit zunehmender Spieldauer und Hitze bauten unsere Mädels zusehens ab, so dass sich die Damen aus Hütte weitere Chancen erspielen konnten. Die Entscheidung fiel innerhalb von zwei Minuten, als unsere Abwehr bei zwei Klärungsversuchen über den Ball trat und so zwei unnötige Gegentreffer zum 3:1 ermöglichten (82., 83. Min.). 
 
Den Schlusspunkt setzte kurz vor Schluss wieder unsere Mannschaft, als nach einem schön vorgetragenen Angriff über Rechts der Ball quer zu der frei vor dem Tor postierten Mitspielerin gespielt wurde. Diese hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Entfernung zum Endstand von 3:2 ins leere Tor zu schieben. Kurz danach war Schluss, auch weil der souverän leitende Schiedsrichter nicht auf den Ersatzball warten wollte, als der Ball bei einem Klärungsversuch außerhalb des Sportplatzes landete. Alle Beteiligten waren darüber sehr froh, so einige Minuten früher der Hitze entkommen zu können.  
 

Fazit: Unsere Mannschaft zeigte sich stark verbessert, die Erfolge der vielen Trainingsessions zeigte sich deutlich - das Team ist auf einem sehr guten Weg. Vielen Dank auch noch einmal an den SV Rot-Weiß Hütte, dass sich die Damen für dieses sehr faire und tolle Testspiel zur Verfügung gestellt haben. Und gute Besserung an den Kunstrasen! ;-)
Nächste Woche steht für unsere Damen das nächste Testspiel an, diesmal geht es am Sonntag gegen den TuS Oberpleis.

FuPa-Sommercheck Seniorinnen

(Detlef Apel) Auch in diesem Jahr nehmen unsere B-Juniorinnen und kommenden Seniorinnen am FuPa-Sommercheck teil und beantworten vorgebene Fragen. Viel Spaß beim Lesen!

 

  1. Die abgelaufene Saison war für uns…

… mit dem dritten Platz in der Bezirksliga unerwartet erfolgreich, obwohl es während der Saison ein Wechselbad der Gefühle für alle Beteiligten war. Nachdem unsere neu zusammengestellte Mannschaft in der Hinrunde am Leistungslimit spielte und ungeschlagen die Tabellenspitze souverän von Spieltag zu Spieltag verteidigte, kam es nach der Winterpause zum Bruch. Spiele gegen vermeintlich schwächere Teams gingen überraschend verloren, die Mannschaft konnte nicht an die Leistungen vergangener Tage anschließen. Die Trainer waren am Rande der Verzweifelung, auch die Mannschaft war verunsichert. Obwohl das Team parallel im Kreispokal wichtige Erfolge feiern und bis ins tolle Pokalfinale vordringen konnte, dauerte die Durststrecke für die Verteidigung der Tabellenspitze zu lange. Am Ende stand der hervorragende und verdiente dritte Platz, von dem vor der Saison niemand realistisch zu träumen wagte. Trotzdem bleibt ein Rest Traurigkeit, obwohl der mögliche Aufstiegsplatz weder von unserer noch von den nachrückenden C-Juniorinnen genutzt worden wäre. 

Das Highlight der Saison war das Pokalfinale gegen den Mittelrheinligisten RW Merl, in dem wir lange mithalten und sogar in Führung gehen konnten. Ein tolles Erlebnis für uns alle, was ohne anhaltende Formkrise ganz anders hätte ausgehen können

 

  1. Welche Veränderungen gibt es im Team? Neuzugänge? Abgänge?

Aufgrund des fantastischen Zusammenhalts der Mädels und der Trainer gab es kaum Abgänge. Eine traurige Ausnahme ist Lara V., die leider aufgrund ihres Alters nicht bei den Damen spielen darf. Aufgrund ihres Beitrags zum sportlichen Erfolg der letzten Saison wäre sie fußballerisch und charakterlich eine Bereicherung unseres Teams gewesen.

Unserer neuer Trainer Frank Siegmund, der schon die Mittelrheinliga-Damen aus Menden trainiert hat, konnte einige neue, erfahrene Spielerinnen für unser neues Damenteam gewinnen. Diese Spielerinnen sollen unsere jungen Spielerinnen an die Hand nehmen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wir suchen aber auch weiterhin nach Verstärkung für unsere Damen- und Mädchenmannschaften. Motivierte und erfahrene Trainer, eine super Mannschaft, viel Spaß auf und abseits des Platzes, ein exzellenter Kunstrasenplatz und optimale Trainingsbedingungen sind garantiert.

 

  1. Gibt es andere Neuigkeiten im Verein oder Umfeld?

Die größte Herausforderung für den 1. FC Rheinbach ist die geplante Fusion mit unserem geschätzten Nachbarverein VfL Rheinbach. Mit gebündelten Kräften im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich wollen wir so das stabile Fundament für einen sportlich starken  und nachhaltigen Verein in unserer Kernstadt Rheinbach setzen. Die Bündelung der fußballerischen Qualitäten in allen Spielklassen eröffnet uns eine völlig neue Dimension, so dass wir sowohl Hobbyfußballern als auch Leistungsorientierten wohnortnah eine gemeinsame und attraktive Heimat bieten können. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg.

 

  1. So bereiten wir uns auf die neue Spielzeit vor…

Unsere jungen Damen spielen auf einem guten Niveau, sind aber noch lange nicht am Ende ihres Potentials angekommen. Es gilt in der Sommerpause u.a. die modernen Spieltechniken, als auch das taktische Verhalten gezielt zu fördern. Auch im Fitnessbereich ist noch einiges zu tun, um das Tempo im Spiel deutlich zu steigern. Neben einem intensiven Trainingsangebot werden wir zur Vorbereitung auch mehrere Testspiele gegen erfolgreiche und erfahrene Damenteams absolvieren.

 

  1. In der nächsten Saison wollen wir…

… uns zunächst mit unserer sehr jungen Mannschaft im Seniorinnenbereich etablieren. Wir wollen eine schlagkräftige Mannschaft in die Saison bringen, bei der es keine Personalnot geben wird. Was am Ende dabei herauskommt ist vorab schwer zu kalkulieren. Unser Anspruchsdenken ist es, dass wir gut mitspielen und dass sich jede Spielerin weiterentwickeln und verbessert kann.

Mittelfristig stehen die Zeichen auf Angriff – wir wollen Rheinbach als das Zentrum für den Mädchen- und Frauenfußball aufbauen.

  

  1. Wer ist der Favorit auf den Aufstieg? 

In der neuen Saison treten neben uns noch eine Vielzahl von anderen, neuen Damenmannschaften in der Kreisklasse an. Deshalb ist es sehr schwer, als Neuling einen Favoriten zu identifizieren. Aufgrund der herausragenden Leistungen der letzten Saison stehen aber auf jeden Fall  der FC Pech und BSV Roleber auf unserer Liste.